Letzte Woche haben wir über Energie gesprochen.
Eine Energie, die nicht aus Nahrung, Sauerstoff oder Schlaf entsteht.
Sondern in dir.
Aber Achtung:
Sie kann gut oder schlecht sein.
Dich nach oben oder tief in die Dunkelheit führen.
Darum soll es heute gehen.
Kennst du diesen Zustand,
wenn sich alles dunkel und schwer anfühlt?
Das Leben scheint ein einziger Kampf zu sein.
Du strengst dich an, die Kontrolle zu behalten.
Aber je mehr du dich anstrengst,
desto tiefer zieht es dich.
Ins Dunkle.
Es scheint kein Entkommen zu geben.
Immer wieder passieren dir „schreckliche Dinge“.
Und irgendwann denkst du nur noch:
Ich muss irgendwie überleben.
Das ist die Anatomie des Fallens.
Was du in solchen Momenten nicht erkennst, ist:
Deine Gedanken und Gefühle sind da.
Aber das bist nicht du.
Die meisten Menschen glauben:
Ich bin meine Gedanken.
Ich bin meine Gefühle.
Das ist Maya, die Täuschung im Yoga.
Denn in Wahrheit kannst du deine Gedanken beobachten.
Du kannst deine Gefühle wahrnehmen.
Auch, wenn sie noch so schlecht sind.
Und wer ist es, der da beobachtet?
Das bist du.
Dein Bewusstsein.
Der Zeuge.
Der stille Raum,
in dem alles erscheint –
und wieder verschwindet.
Wenn du es schaffst, diesen Platz einzunehmen,
deine Mitte zu finden,
dann ist es wie im Auge eines Hurrikans.
Außen tobt der Sturm,
aber innen ist es ganz still.
Frieden.
Klarheit.
Ein stilles, bedingungsloses Glück.
Doch genau hier beginnt für viele das Drama.
Sie verlieren ihre Mitte.
Ihr wahres Selbst.
Sie verstricken sich wieder vollständig
in Gedanken und Gefühle.
Die Gedanken drehen sich
und ziehen dich immer weiter nach unten.
Jetzt ist deine ganze Aufmerksamkeit
auf die negativen Dinge gerichtet.
Und dann kommt der Impuls zu handeln.
Ich muss aus dieser „schlimmen“ Situation wegkommen.
Radikal.
Getrieben.
Unklar.
Ich muss unbedingt etwas tun!
Partner verlassen.
Den ungeliebten Job kündigen.
Weglaufen.
Umziehen.
Auswandern.
Aber das geschieht nicht aus Klarheit,
aus deiner Mitte heraus,
sondern aus Überforderung.
Und wenn wir dann in diesem Zustand
das Innere nach außen tragen,
manifestieren wir die Dunkelheit immer mehr.
Und wir verteidigen unsere Entscheidungen.
Mit aller Kraft.
Und so fallen wir immer noch tiefer.
Dabei wäre der Weg nach oben so einfach.
Nicht durch Aktion.
Sondern durch Innehalten.
Durch Zurücktreten.
Durch Beobachten.
Durch Loslassen.
Gedanken kommen.
Gefühle gehen.
Du bleibst.
Du bist nicht das Drama.
Du bist der Zeuge des Dramas.
Und von dort aus
kehrt Ruhe zurück.
Zufriedenheit.
Klarheit.
Nicht, weil sich alles im Außen sofort ändert,
sondern weil du wieder weißt,
wer du wirklich bist.
Und genau darum geht es im Nacktyoga.
Nackt.
Still.
Bewusst.
Zu erkennen und zu werden,
der du wirklich bist.
Einen ruhigen Sonntag für dich.
Deine Elke 😊

