Im Yoga gibt es ein Wort für die meisten Probleme in deinem Leben.
Maya.
Die Täuschung.
Man könnte auch sagen:
Nicht das Leben an sich ist das Problem.
Sondern du stehst dir – mit deiner Wahrnehmung – oft selbst im Weg.
Lebenskrisen sind häufig Wahrnehmungskrisen.
Die Lösung vieler Probleme beginnt deshalb nicht im Außen.
Sondern häufig in dir.
Die Welt um uns herum – aber auch unsere Innenwelt – nehmen wir nicht einfach so wahr.
Unser Gehirn konstruiert sie ständig.
So, wie es es im Laufe unseres Lebens gelernt hat.
Das bekannteste Beispiel dafür ist die Müller-Lyer-Illusion.
Welche Linie ist länger?

Natürlich sind beide Linien exakt gleich lang.
Und was hat das mit Yoga, Nacktyoga und deinem Leben zu tun?
Ganz einfach.
Die Müller-Lyer-Illusion zeigt etwas Faszinierendes:
Unser Gehirn sieht nicht einfach die Wirklichkeit.
Es deutet sie.
Und manchmal liegt es damit erstaunlich daneben.
Vielleicht kennst du das aus deinem eigenen Leben.
Du betrachtest dich im Spiegel.
Und denkst:
Der Bauch ist zu dick.
Die Beine sind nicht schön genug.
Oder du denkst über dich selbst nach.
Und hörst Sätze wie:
Ich bin nicht gut genug.
Ich schaffe das nie.
Ich muss mich mehr anstrengen.
Keiner mag mich, so wie ich bin.
Doch woher weißt du das?
Siehst du wirklich deinen Körper?
Siehst du wirklich dich?
Oder siehst du nur die Geschichten, die dein Geist dir seit vielen Jahren erzählt?
Vielleicht hat irgendwann jemand einen beiläufigen Satz gesagt.
Vielleicht hast du unzählige Werbebilder gesehen.
Vielleicht hast du begonnen, dich ständig mit anderen zu vergleichen.
Und irgendwann hast du dir diese Geschichte so oft erzählt, dass sie sich wie Wahrheit anfühlt.
Genau wie bei der Müller-Lyer-Illusion.
Die Linien haben sich nie verändert.
Nur deine Wahrnehmung.
Yoga – und besonders Nacktyoga – lädt dich ein, genau diesen Mechanismus zu erkennen.
Diese Täuschung zu durchschauen.
Und genau dort beginnt deine wirkliche Freiheit.
In einem neuen Blick.
Auf dich selbst.
Und auf die Welt um dich herum.
Deshalb geht es im Nacktyoga nicht darum, besser oder schöner zu werden.
Sondern darum, die Geschichten loszulassen, die du dir immer wieder erzählst.
Geschichten, die vielleicht gar nicht wahr sind.
Denn dein Gehirn liebt Geschichten.
Aber warum beginnst du nicht heute damit, dir andere Geschichten zu erzählen?
Geschichten von Liebe.
Von Freude.
Von Freiheit.
Von Glück.
Ich wünsche dir einen friedlichen Sonntag.
Deine Elke
😀

