Glück.
Fast jeder will es.
Und trotzdem fällt es uns erstaunlich schwer, dauerhaft glücklich zu sein.
Vielleicht liegt das daran, dass wir Glück häufig mit Vergnügen verwechseln.
Nichts gegen Vergnügen.
Ein schönes Stück Kuchen ist wunderbar.
Aber wie sieht es aus, wenn du bereits zehn Stück gegessen hast?
Vergnügen ist schön. Aber es nutzt sich ab.
Und wenn wir Glück mit Vergnügen verwechseln, landen wir schnell in einem Hamsterrad:
Noch ein schönes Erlebnis.
Noch ein Urlaub.
Noch etwas kaufen.
Noch etwas erreichen.
Und danach?
Brauchen wir irgendwann das Nächste.
Vielleicht suchen wir Glück an der falschen Stelle
Wir wünschen uns möglichst viele schöne und möglichst wenige unangenehme Momente.
Verständlich.
Aber leider funktioniert das Leben nicht so.
Im Leben begegnet uns nämlich immer beides:
Angenehmes und Unangenehmes.
Freude und Traurigkeit.
Gewinnen und Verlieren.
Nähe und Abschied.
Und nichts davon bleibt für immer.
Das ist die Natur des Lebens.
Vielleicht fällt es uns auch deshalb so schwer, dauerhaft glücklich zu sein:
Wir suchen das Glück im Außen und wünschen uns gleichzeitig ein Leben, das es so gar nicht geben kann.
Aber wie wäre es, wenn du Glück einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten würdest?
Was, wenn Hermann Hesse recht hatte?
Hermann Hesse wird der wunderbare Satz zugeschrieben:
„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“
STOP.
Bevor du jetzt denkst:
„Oh Gott, nicht schon wieder dieses Selbstliebe-Thema …“
Was wäre, wenn du das Wort Liebe einmal ersetzen würdest?
Durch:
Zuwendung.
Verbundenheit.
Wertschätzung.
Interesse.
Freundlichkeit.
Mitgefühl.
Dann bekommt der Satz plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Nacktyoga und Selbstliebe
Nacktyoga kann dir helfen, dich und deinen Körper anzunehmen.
Mit deinen Stärken.
Mit deinen Schwächen.
Mit den Dingen, die du an dir magst und vielleicht auch mit denen, die du lieber verstecken würdest.
Aber Nacktyoga bedeutet für mich noch etwas anderes:
Mich zu öffnen.
Mich zu zeigen.
Und anderen Menschen mit weniger Urteil und mehr Freundlichkeit zu begegnen.
Und jetzt kommt der vielleicht etwas ungewöhnliche Gedanke:
Nimm dich selbst mal nicht so wichtig
Was wäre, wenn du für einen Moment aufhörst, darüber nachzudenken, was dich glücklich machen könnte?
Und stattdessen jeden Tag nur einem einzigen Menschen etwas schenkst?
Keine Blumen.
Keine Schokolade.
Kein Geld.
Einfach ein wenig:
Zuwendung.
Wertschätzung.
Interesse oder Freundlichkeit.
Keine große Sache.
Nur ein einfacher Satz:
„Danke, dass du …“
„Mir ist aufgefallen, dass du …“
„Ich schätze an dir besonders …“
„Das hast du wirklich sehr gut gemacht.“
Das dauert vielleicht zehn Sekunden.
Deine Wochenaufgabe
Häufig warten wir darauf, dass uns jemand oder etwas glücklich macht.
Dass etwas Schönes passiert.
Dass jemand uns lobt.
Uns sieht.
Uns wertschätzt.
Uns liebt.
Aber was wäre, wenn du aufhörst zu warten und selbst etwas gibst.
Deshalb habe ich diese Woche eine kleine Aufgabe für dich:
Schenke jeden Tag einem Menschen ein paar ehrliche, freundliche Worte.
Und dann beobachte nicht nur, was mit dem anderen Menschen passiert.
Beobachte, was mit dir passiert.
Vielleicht liegt genau darin ein kleines Geheimnis des Glücks:
Hör für einen Moment auf, danach zu suchen.
Und fang an, es zu verschenken.
Alles Liebe
Deine Elke ❤️

