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Hör auf dich immer zu verbessern. 

by  Elke Lechner

Das Grundproblem

Warum mögen wir uns nicht einfach so, wie wir sind?

Sind mit uns und dem Leben unzufrieden?

Die östlichen Weisheitslehren sagen uns, dass das Leben ein kostbares Geschenk ist, weil es uns die Gelegenheit zur Verwirklichung von Liebe, Gewahrsein und Bewusstheit gibt, die unsere wahre Natur sind. 

Wäre da nicht immer dieser tiefe Glaube, dass wir nicht gut genug sind.

Die Wurzeln reichen weit zurück - als Adam und Eva aus dem Paradies geflogen sind, und damit verbunden die Botschaft von der “Erbsünde”.

Von wegen gut, so wie wir sind. Sind wir nicht alle Sünder, Mängelexemplare und müssen uns anstrengen, wieder zurück ins Paradies zu gelangen?

Die Geschichte der Fehler und Mängel zieht sich wie ein Faden durch unser Leben. Durch die Eltern, in der Schule, auf der Arbeit, in Beziehungen. Und dann eines Tages haben wir es verinnerlicht - das Gefühl, dass irgendetwas nicht mit uns stimmt. 

Jetzt tun wir alles, um den Schmerz des Gefühls, nichts wert zu sein oder nicht gut genug zu sein, zu vermeiden. Arbeiten hart, um erfolgreich zu sein. Nach außen.

Jedes Mal, wenn unsere Mängel oder Schwächen - vor uns selbst oder anderen - bloßgelegt werden, reagieren wir wie Adam und Eva nach dem Sündenfall und versuchen ängstlich, unsere Nacktheit, unsere Blöße zu bedecken. 

Und so entsteht die vielleicht größte Tragödie unseres Lebens, die darin besteht, dass Freiheit möglich wäre, wir aber die meiste Zeit unseres Lebens damit verbringen, in immer gleichen, unheilsamen Mustern gefangen zu sein.

Der Weg

Radikale Akzeptanz ist der Weg aus diesem Dilemma.

Der Psychiater Carl Rogers formuliert es so: 

„The curious paradox is that when I accept myself just as I am, then I can change.“

Es klingt verrückt, aber echte Veränderung entsteht nicht durch Druck, sondern durch Annahme. Solange wir uns innerlich ablehnen und glauben “Ich bin nicht gut genug”, bleiben wir genau in diesem Zustand stecken. Erst wenn wir uns vollständig (mit all unseren Fehlern und Schwächen) akzeptieren, entsteht ein Raum von Entspannung und Klarheit. Und genau aus diesem Zustand heraus wird echte Veränderung möglich.

Vielleicht kennst du auch diese Momente, wo du denkst: 

“So kann das nicht bleiben, ich bin zu dick, zu unsportlich, zu wenig erfolgreich, habe zu viel Angst im Leben, …. Ich muss mich verändern.” 

Ab jetzt: Mehr Disziplin, mehr Kontrolle, mehr “besser werden”.

Und was passiert meistens? Nichts. Wir kämpfen gegen etwas, was wir nicht besiegen können. Im Gegenteil: Je mehr wir kämpfen, desto stärker wird es. 


Die Befreiung

Irgendwann hörte ich auf. Nicht zu üben, sondern zu kämpfen.

Ich stand einfach da, nackt vor dem Spiegel, spürte meinen Körper. Ohne Bewertung, ohne Ziel, ohne “so müsste es/ich sein.”

Und zum ersten Mal war da Ruhe. Kein innerer Kritiker, kein Druck, kein Verändern müssen. Nur dieser Moment, als es passierte. Mein Atem wurde tiefer, mein Körper weicher, die Gedanken still. 

Tiefer Frieden, ohne dass ich etwas gemacht habe. 

Das ist das Paradox: In dem Moment, in dem du aufhörst, dich zu verändern, beginnt echte Veränderung.

Nicht, weil du dich verbesserst, sondern weil du aufhörst, dich abzulehnen.

Und vielleicht ist genau das echte Freiheit: Dich so zu zeigen, wie du bist, dich so zu fühlen, wie du bist. Ohne Maske und ohne Kampf.


Wochenaufgabe:

Lass diese Woche alles weg, was dich „besser“ machen soll.

Keine Ziele. Keine Erwartungen. Kein Vergleichen.

Und dann spür hinein: Wer bist du, wenn du nichts mehr verbessern musst?

Elke Lechner

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