Wir leben in einer Welt der Aufmerksamkeitsökonomie.
Jeder buhlt um deine Aufmerksamkeit.
Die asozialen Medien haben das perfektioniert.
Sie zeigen dir genau das, was du sehen willst.
Wenn du Stunde um Stunde durchscrollst, gibst du etwas Entscheidendes ab:
Verantwortung.
Nicht weniger als die Verantwortung für dein Leben.
Was wünschst du dir für das noch junge Jahr 2026?
Vielleicht etwas weniger Leiden?
Dann lies unbedingt weiter.
Warum entsteht Leiden überhaupt?
Der erste Schritt, um Leiden zu vermindern, ist zu verstehen, warum es überhaupt entsteht.
Wir sind Menschen – und wir sind Lebewesen.
Als Menschen sind wir ständig auf der Suche nach Glück, Chancen und positiven Gefühlen.
Wir wollen Dopamin.
Suchen wir es ausschließlich im Außen, rennen wir – wie der Esel der Karotte – ständig hinterher.
Gleichzeitig wollen wir möglichst wenig vom Gegenteil:
von Schmerz, Angst und unangenehmen Gefühlen.
Das ist normal. Das ist menschlich.
Doch neben unserem Menschsein sind wir vor allem eines:
ein Produkt der Evolution.
Unser Gehirn ist nicht auf Glück programmiert, sondern auf Überleben.
Nicht die positiven, sondern die negativen Erfahrungen hatten den größten Einfluss auf unser Überleben.
Eine übersehene Gefahr konnte tödlich sein.
Eine verpasste positive Erfahrung konnte man später nachholen.
Diejenigen unserer Vorfahren, die besonders aufmerksam für Gefahren waren, überlebten – und gaben ihre Gene weiter.
Der Negativitätsbias unseres Gehirns
Die Konzentration auf negative Dinge ist eine tief verankerte geistige Eigenschaft.
Wenn wir nichts aktiv dagegen unternehmen und im evolutionären Default-Modus bleiben, hat das spürbare Auswirkungen auf unseren Alltag – und auf unser Leben.
Dieser Negativitätsbias zeigt sich unter anderem so:
1. Wachsamkeit und Angst
Angst hält uns wachsam. Sie richtet unsere Aufmerksamkeit automatisch auf mögliche Gefahren.
2. Höhere Sensibilität für Negatives
Negative Informationen werden schneller wahrgenommen als positive.
Bedrohliche Gesichter aktivieren selbst dann die Amygdala (das Angstzentrum), wenn sie nur für Sekundenbruchteile gezeigt werden.
3. Negative Erlebnisse speichern sich tiefer ein
Bei negativen Erfahrungen wirkt das Gehirn wie Klettband –
bei positiven eher wie Teflon.
4. Negatives wirkt stärker als Positives
Studien zeigen: Im Schnitt braucht es etwa fünf positive Erlebnisse, um ein negatives auszugleichen.
5. Alte Erfahrungen bleiben auf der Lauer
Auch vergessene negative Erfahrungen hinterlassen Spuren und können bei ähnlichen Situationen reaktiviert werden.
6. Negatives erzeugt Teufelskreise
Negative Erfahrungen machen pessimistisch, verstärken Überreaktionen und ziehen weitere negative Bewertungen nach sich.
Weniger Leiden beginnt mit bewusster Lenkung der Aufmerksamkeit
Was wünschst du dir für das Jahr 2026?
Weniger Leiden?
Dann achte darauf, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest.
Richtest du sie ständig auf mögliche Gefahren in der Zukunft?
Auf das, was alles schiefgehen könnte?
Wie viele negative Nachrichten konsumierst du täglich?
Schlechte Nachrichten, Angst und Horror verkaufen sich besser –
und viele erfolgreiche Accounts leben genau davon.
Wenn du weniger leiden willst:
Stoppe diesen Konsum.
Befreie dich aus dem Negativitäts-Teufelskreis:
„Woanders ist es besser.“
„Andere haben es leichter.“
Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf das Positive –
denn das gibt es genauso. 😀
Und wenn man ehrlich ist:
Du bist es, der den Dingen überhaupt erst ihre Bedeutung gibt.
Die gute Nachricht ist:
Du kannst dein Leben verändern, indem du entscheidest,
worauf du deine Aufmerksamkeit richtest –
und worauf bewusst nicht.
Nicht das Außen muss sich ändern.
Sondern deine innere Ausrichtung.
Und das lässt sich trainieren.
Wie Yoga und Nacktyoga dabei helfen
Yoga – und besonders Nacktyoga – holen deine Aufmerksamkeit zurück:
aus dem Kopf, aus den Sorgen, aus dem ständigen Bewerten.
Im Nacktyoga gibt es nichts zu verstecken, nichts zu vergleichen.
Der Körper wird nicht optimiert, sondern wahrgenommen.
Gedanken dürfen da sein, aber sie stehen nicht mehr im Mittelpunkt.
Du lernst, im Moment zu sein,
im Körper, im Atem, im Empfinden.
Genau dort beginnt weniger Leiden.
Kleine Wochen-Challenge
Für die nächsten 7 Tage:
Verzichte bewusst auf negative Nachrichten und endloses Scrollen.
Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf positive Dinge.
Nimm dir täglich 5 Minuten, in denen du deinen Körper spürst –
nackt, ruhig, ohne Ablenkung.Frage dich dabei nur:
„Was nehme ich gerade wahr – ohne es zu bewerten?“
Beobachte, was sich verändert.
Du willst weniger Leiden?
Dann beginne jetzt.
Alles beginnt mit deiner Aufmerksamkeit.
Ich helfe dir dabei!
Deine Elke 😊

